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Zeitumstellung: So bleibt euer Schlaf entspannt

30. Sept.
4 Min. Lesezeit

Ein liebevoller, alltagstauglicher Leitfaden für die Umstellung auf Sommer- und

Winterzeit. Das Wichtigste zuerst: "Du musst die Zeitumstellung nicht perfekt managen, um eine gute

Mama zu sein."

Jedes Jahr passiert es wieder.

Du hast das Gefühl, endlich einen guten Rhythmus gefunden zu haben. Die Nächte

werden ruhiger. Dein Kind schläft zuverlässiger ein und du geniesst die neu gewonnene

Planbarkeit.

Und dann kommt sie: die Zeitumstellung.

„Nicole, was mache ich jetzt mit dem Schlaf?“

„Muss ich die Schlafenszeiten anpassen?“

„Wacht mein Kind jetzt plötzlich eine Stunde früher auf?“

Die gute Nachricht: Nein, die Zeitumstellung muss nicht automatisch zu einer

Schlafkatastrophe werden. Mit etwas Vorbereitung oder einer guten Portion Gelassenheit

könnt ihr diese Umstellung meist problemlos meistern.

Warum die Zeitumstellung überhaupt einen

Einfluss hat

Kinder besitzen eine innere Uhr, den sogenannten zirkadianen Rhythmus. Diese innere

Uhr wird jeden Tag besonders durch Licht, Mahlzeiten sowie Tagesabläufe und soziale

Interaktionen beeinflusst.

Deshalb spielt es für den Körper eine Rolle, wann ein Kind aufsteht, isst, schläft und den

Tag beendet. Wenn sich die Uhr plötzlich um eine Stunde verschiebt, braucht auch der

Körper einen Moment, um sich neu zu orientieren.

Babys und Kinder sind erstaunlich anpassungsfähig. Mit etwas Unterstützung findet die

innere Uhr meist innerhalb weniger Tage wieder in ihren Rhythmus zurück.

Die Zeitumstellung in der Schweiz

Sommerzeit: Am letzten Sonntag im März wird die Uhr nachts von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr

vorgestellt. Wir verlieren eine Stunde, gewinnen dafür längere und hellere Abende.

Winterzeit: Am letzten Sonntag im Oktober wird die Uhr nachts von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr

zurückgestellt. Wir gewinnen eine Stunde, dafür wird es abends früher dunkel. Jetzt hast du zwei Möglichkeiten das Ganze anzugehen. Je nachdem welcher Typ Mensch du bist, wirst du dich in dem einen oder dem andern Ansatz wiedererkennen.

Der Planungsprofi-Ansatz

Dieser Ansatz ist für alle Eltern, die gerne vorbereitet sind. Wenn du dein Kind möglichst

sanft durch die Zeitumstellung begleiten möchtest, kannst du bereits einige Tage vorher

beginnen.

Umstellung auf Winterzeit: Ende Oktober

Die Uhr wird zurückgestellt. Ein Kind, das normalerweise um 7:00 Uhr aufsteht, könnte

sich plötzlich bereits um 6:00 Uhr hellwach fühlen.

Damit die innere Uhr schon vorbereitet ist, verschiebst du während der sechs Tage vor

der Zeitumstellung alles täglich um 10 Minuten nach hinten: Aufstehzeit, Mahlzeiten,

Milchmahlzeiten, Nickerchen und Schlafenszeit.

Hier ein Beispielplan:



So ist die innere Uhr deines Kindes bereits auf die neue Zeit eingestellt, wenn die Uhren

umgestellt werden.

Umstellung auf Sommerzeit: Ende März

Hier passiert das Gegenteil: Die Uhr wird eine Stunde vorgestellt. Eine gewohnte

Aufstehzeit von 7:00 Uhr fühlt sich für den Körper plötzlich wie 6:00 Uhr an. Und das sind die Good News für's Team 5:00 Uhr: Dein Baby hat automatisch am Morgen eine Stunde länger geschlafen, weil 5:00 Uhr das neue 6:00 Uhr ist! Yay! Schläft dein Baby normalerweise bis 7:00 Uhr, verschiebst du während der sechs Tage vor der Zeitumstellung alles täglich um

10 Minuten nach vorne: etwas früher aufstehen, essen, schlafen und die Nickerchen

beginnen.


Hier ein Beispielplan:





So hat dein Kind die Anpassung bereits grösstenteils geschafft, bevor die Uhr überhaupt

umgestellt wird.

Highfive Mum Tipp: "Perfekt muss hier gar nichts sein. Wenn ihr die

Zeiten nur an drei oder vier Tagen leicht anpasst, ist das bereits

hilfreich."

Der „Ups, ich habe es völlig

vergessen“-Ansatz

Falls du gerade denkst: „Ach ja, die Zeitumstellung ist dieses Wochenende!“, darfst du

jetzt einmal tief durchatmen. Denn ganz ehrlich: So geht es den meisten Familien.

Du musst nicht hektisch irgendwelche Schlafpläne ausdrucken oder die nächsten Tage

minutiös durchorganisieren. Viele Kinder passen sich innerhalb weniger Tage von selbst

an.

Wenn dein Kind nach der Umstellung plötzlich früher wach wird oder tagsüber etwas

müder wirkt, ist das völlig normal. Versuche stattdessen:

• geduldig zu bleiben

• viel Tageslicht zu nutzen

• die gewohnten Routinen beizubehalten

• Schlafenszeiten bei Bedarf schrittweise anzupassen

In den meisten Familien pendelt sich alles innerhalb einer Woche wieder ein.

Mein wichtigster Geheimtipp Gerade rund um die Zeitumstellung wird Licht zu einem entscheidenden Faktor. Wenn es

abends plötzlich länger hell oder morgens früher hell wird, kann das den Schlaf massiv

beeinflussen.

Gute Verdunkelungsvorhänge, Blackout-Rollos und eine möglichst konstante

Schlafumgebung können helfen. Denn je weniger das Kinderzimmer verrät, dass

draussen plötzlich alles anders aussieht, desto leichter kann die innere Uhr folgen.

Was ist mit Kleinkindern?

Wenn dein Kind bereits versteht, wann Schlafenszeit ist, kann eine Schlafuhr zusätzlich

helfen. Viele Familien nutzen eine Kinderuhr mit Farbwechsel, die signalisiert: Jetzt wird

geschlafen oder jetzt beginnt der Tag.

Passe die Uhr rund um die Zeitumstellung ebenfalls schrittweise an. Das unterstützt die

Orientierung deines Kindes zusätzlich.

Die wichtigste Botschaft zum Schluss

Wenn die Zeitumstellung bevorsteht, lesen viele Eltern im Internet die schlimmsten

Geschichten. Doch die Realität sieht meistens anders aus.

Ja, es kann ein paar Tage etwas holprig sein. Ja, dein Kind könnte vorübergehend etwas

früher wach werden. UND nein: Du musst keine Angst vor der Zeitumstellung haben.

Mit etwas Vorbereitung oder einfach einer grossen Portion Gelassenheit findet ihr euren

Rhythmus wieder.

Und falls dein Kind ohnehin gerade mit frühen Morgenstunden, häufigem Aufwachen oder

unruhigen Nächten kämpft, kann die Zeitumstellung ein guter Moment sein, eure

Schlafsituation genauer anzuschauen und endlich altersentsprechende Routinen zu etablieren.

Du machst das grossartig. Dein Kind macht es grossartig. Und auch

diese Zeitumstellung werdet ihr gemeinsam meistern.

Ein Highfive an dich liebe Mama!

Deine Nicole von Highfive Mum

Schlafberaterin, Mama von drei Kindern und Gründerin von Highfive Mum






 
 
 

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